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Die Erotik der Eheringe
Der Trauring als Symbol für die ewige Liebe(????) und für die ewige Treue(?!!), als Kennzeichnung verlorener Freiheit und freiwilliger Selbstaufgabe(bei manchen Individuen passiert das tatsächlich so und aus Liebenden werden Dienende) hat neben seinem rein sachlichen Wert(Gold, Platin, Silber oder Edelstahl) auch eine heimlich-erotische Aura. Der Glanz und die Form sind, bei genauer Betrachtung, eine recht eindeutige Nachempfindung offenherziger Weiblichkeit. Schließlich sind sie Eheringe und als solche verkörpern sie die gesellschaftliche Erlaubnis, dass zwei Menschen sich auch körperlich näher kommen dürfen, als Ehepaar sind sie sogar gewisse Verpflichtung eingegangen, sich zu lieben und zu ehren , bis ans Ende ihrer Tage. Mit oder ohne Lust dazu. Die lässt sich jedoch durch das Material der Eheringe positiv beeinflussen.
Das warme Leuchten des Gelbgoldes, seine geschmeidige Glattheit schmeichelt die Hand wie die seidenen Haare einer blonden Frau, die nackt , edel und fast unwirklich schön auf dem heißen Sand am Meeresufer schlummert und ihr wohl proportionierter Körper von den lustigen Meerschaumhäschen umspült wird.
Ganz anders fühlt es sich an, wenn das edle und teure Platin mit seiner kühlen, unerreichbaren Schönheit und seinem silberweißen Glanz zum Anfassen einlädt, um sich einem sofort schnell und umso begehrenswerter zu entziehen. Wenn man Platin einmal in der Hand gehabt hat, will man es am liebsten nie wieder weggeben. Es ist wie die Glut einer Begierde, entfacht nach einem wilden und berauschenden , einmaligen und unwiederholbaren Erlebnis mit einer Unbekannten, deren weißblonden Haare wie eine silberne Spinnwebe den Verstand benebelt und im Leib einen schmerzenden Brand hinterlassen haben.
Das Hexenhaft-Dämonische, die Magie der wilden Natur im zarten Schimmer des Rotgoldes drückt eine Fröhlichkeit aus, eine Lebendigkeit, die mitreißend ist. Einem so feurigen Zauber fällt es schwer, mehr noch, dem ist es unmöglich, zu widerstehen. Wie ein junges, unersättliches rothaariges Liebesbiest mit verführerischen weiblichen Formen locken die Eheringe aus Rotgold in die Falle der Ehe, betäuben die Sinne und versprechen durch ihren kupferroten, lebendigen Schimmer ungeahnte Genüsse und geheimnisvolle Begegnungen. Die Verlockung, dieses Wilde, Unbezwingbare, teuflisch-Erotische zu besitzen, setzt sich fest und wurmt solange, bis man dem Charme erliegt und diese pure Lebendigkeit in Besitz nimmt.
Und dann kommen die strengen, männlich-kühlen, stahlgrauen Edelstahlen, die fast abweisend und gefühlskalt anmuten, dennoch eine animalische Anziehungskraft ausstrahlen. Ihre Respekt zollende Härte und die schlichte, aber eindrucksvolle Form wirken anziehend und wecken geheime Wünsche in der Hand einer Frau.
Keine zärtliche Glätte, dafür aber eine raue, Vertrauen schenkende dunkle Oberfläche, ein markanter dumpfer Schimmer, der Sicherheit und Ausdauer verspricht. Eine Männlichkeit, die man sich leisten will, ein Gefühl von Schutz und Stärke. Den will man/frau ja haben…