Unternehmen jeglicher Größe haben Facebook als das Medium erkannt, um neue Kunden zu gewinnen und alte noch stärker an sich zu binden. Aber nicht die großen Marken sind der Gewinner dieser neuen Ausrichtung. Gerade KMUs, beispielsweise aus der Immobilienbranche, können - wenn aktiv, effizient und bewusst betrieben - einen übermäßigen Anteil an Aufmerksamkeit auf sich ziehen!
Was können Sie via Facebook für die Immobilienbranche erreichen?
Neukundengewinnung: Für viele der wichtigste Punkt sich bei Facebook zu engagieren. Beachten sollten Sie hierbei, dass ein prinzipieller Unterschied zwischen einem „Fan“ und einem Kunden besteht: Die Bereitschaft, von Facebook auf die verlinkte Website zu wechseln, hält sich derzeitig in Grenzen. Diejenigen, die den Schritt auf die Unternehmenswebsite trotzdem vollziehen, sind dafür umso mehr an Ihrem Angebot interessiert. Fehlgeleitete Besucher, die über die Google-Suche auf Ihre Website gelangen und den Besuch sofort abbrechen, werden via Facebook bereits im Vorfeld aussortiert.
Kundenbindung: Facebook bietet Ihnen neben Twitter die momentan beste Quelle für Ihre Informationsverbreitung, weil Sie bei diesen Diensten die Frequenz Ihrer Veröffentlichungen selbst festlegen können und die akzeptablen Postingintervalle im Gegensatz zu einem Newsletter wesentlich kürzer ausfallen.
Feedback: Wenn Sie unverändert und transparent kommunizieren, genau hinhören, eigene Fehler zugeben und auf Kundenwünsche kurzfristig sowie öffentlich eingehen können, steigern Sie automatisch auch die Identifikation Ihrer Kunden mit Ihrem Unternehmen.
Was sollten Sie unbedingt bedenken?
Personenseite statt Fanpage: Als Privatperson sind Sie auf Facebook immer mit einer persönlichen Seite vertreten. Facebook verbietet Unternehmen, sich als privates Profil anzulegen! Vielen ist dieser Unterschied immer noch nicht vertraut. Im gegebenen Fall löscht Ihnen Facebook Ihr falsch angelegtes Profil ohne vorherige Ankündigung.
Keine neuen Benachrichtigungen: Entwickeln Sie im Vorfeld eine Kommunikationsstrategie für Facebook! Bestimmen Sie, wer alles als Betreuer auf Ihrer Seite aktiv ist und folglich unter Ihrem Namen schreiben darf. Bestimmen Sie, was berichtenswert ist und grenzen Sie sich dabei nicht zu sehr ein. Und als wichtigster Punkt: Verändern Sie Ihre Posts! Die essentielle Frage sollte lauten: Kann es mir mit diesem Beitrag gelingen, eine Unterredung anzufangen?
Sie benachrichtigen zu oft: Ihre Fans sollten Sie nicht mit Nebensächlichkeiten überhäufen. Ein Post aller drei Tage reicht vollkommen aus, um die Kundenbindung zu gewährleisten.
Keine Pflege: Fanpages wollen auch über das Veröffentlichen neuer Nachrichten hinaus beobachtet sein. Werden Userkommentare über- oder auf Nachfragen nicht eingegangen, verschenkt das Unternehmen ihm entgegengebrachtes Vertrauen.
Zuhören können und handeln: Wenn berechtigte Kritik an Ihrem Unternehmen oder - bestenfalls - Verbesserungsvorschläge geäußert werden, dann sollten Sie handeln. Nichts geht über einen Fan, der sich begriffen fühlt!
Wann sollten Sie keinesfalls auf Facebook verzichten?
In der Regel lohnt es sich für alle Maklerbüros, eine eigene Fanpage zu unterhalten. Zwei Bereiche sollen dennoch hervorgehoben werden:
Junge Unternehmen verfügen noch nicht beziehungsweise gerade erst über eine eigene Website, die Google und Bing ihre Kompetenz erst unter Beweis stellen muss. Ein gutes Abschneiden bei den eigenen Suchbegriffen - sollte es sich nicht um krasse Nischenkeywords handeln - fällt zumindest in der Anfangsphase schwer. Mit einer Fanpage können Sie erstrebenswerten und zielgerichteten Traffic schaffen und den anfangs ausbleibenden Besucherstrom durch die Suchmaschinen ausgleichen. Bei einer späteren guten Platzierung in Google und Co. verringert sich zwar der Traffic seitens der Social Media-Quellen, in der Anfangszeit kann er hingegen schon bis zu 30% Ihres gesamten Traffics ausmachen!
Einen schwierigeren Fall stellen Websites von Immobilienmaklern dar, da sie auf einem von Immobilienportalen dominierten Markt operieren. Hier kann es möglicherweise dauerhaft schwer fallen, bei den Suchbegriffen bei Google gut abzuschneiden. In diesem Fall kann eine Fanpage Ihnen langanhaltend einen Teil zu Ihrem Besucheraufkommen beitragen, andererseits werten die Suchmaschinen diesen „Social Traffic“ wiederum positiv und lassen ihn in das Ranking mit einfließen.
Zu Kathleen Parma:
Kathleen Parma arbeitet als Trainerin und Beraterin in Sachen Facebook und Social Media. Weiterhin ist sie als Gastrednerin auf Kongressen tätig, so beispielsweise auf dem Social-Media-Kongress des IVD und der diesjährigen Roadshow von Immobilienscout24. Sie ist Inhaberin von Networks-PR, das sich mit der Beratung, Umsetzung und Betreuung von Social-Media-Strategien sowie SEO für Websites beschäftigt.
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