Das Comeback der Lederhose

Eine kurze Hose ist man ja meistens von den dicken Lastwagenfahrern gewohnt, die bei jeder Jahreszeit, selbst bei brütender Hitze in ihrem Wagen schmoren müssen, auf den Autobahnen unserer Republik unterwegs. Doch wenn man ehrlich ist, so kann man schon sagen, dass eine kurze Hose aus dem alltäglichen Leben so gut wie verschwunden ist. Selbst im brütend heißen Sommer, wenn die ganze Stadt schwitzt, zwingt einen der Kleidungskodex der Arbeitgeber dazu, nicht in kurzer Hose im Büro, in der Bank oder in der Firma aufzutauchen. Und so fristet eine kleine kurze Hose ihr Dasein im Süden unseres Landes und hält sich immer noch. Es ist ein Teil der Tracht und steht daher ja fast unter dem Schutz der Traditionen. Es geht um die kurze Lederhose. Fast jeder Süddeutsche hatte mal eine, hat sie dann im Schrank als Jugendsünde oder als Modesünde versteckt, und sie seitdem auch nicht mehr aus dem Schrank befreit. Doch seitdem die Tracht auch bei den jüngeren Leuten und vor allem Bundesweit wieder mehr Anklang findet, kann die in Vergessenheit geratene Hose vielleicht wieder bald aus der Versenkung auftauchen. Man findet sie wieder in den Verkaufsständen der Trachten und der Trachtenmode. Man kann sie in den Onlineshops käuflich erwerben. Man findet dutzende Modelle in verschiedensten Farben. Man kann sich zwischen verschiedenen Lederarten entscheiden. Also ist eigentlich alles für ein Comeback der Lederhose angerichtet. Jetzt fehlen nur noch die Käufer, aber die werden beim nächsten Oktoberfest sicher wieder auf den Geschmack kommen. Und dann beginnt der große Kaufrausch.