Die Punkbewegung in Musik und Mode

Wenn unsereins den Begriff „Punk“ hört und beschreiben soll, so denken die meisten von uns an junge Menschen mit ausgeflippten Frisuren und zerschlissener Kleidung, die vorzugsweise auf grossen öffentlichen Plätzen herumlungern und vorbeigehende Menschen um etwas Kleingeld anschnorren. Manch einer mag aber auch an die letzten TV-Nachrichten denken, in der sich „autonome Linke“ Strassenschlachten mit der Polizei geliefert haben. Viele mögen bei diesem Gedanken einen Punk vor ihrem inneren Auge sehen. Anderen kommt bei diesem Begriff Musikbands wie die Sex Pistols oder Die Ärzte in den Sinn.

Oft wird der Punk als eine vorübergehende Phase gesehen, die für viele Jugendliche dazu genutzt wird, um sich von ihrem Elternhaus abzunabeln. Dabei wissen viele Menschen nicht, dass der Punk schon auf eine lange Entwicklungsgeschichte zurückblicken kann: seine Anfänge nahm er in den 60er Jahren in den U.S.A. als Gegenpol zu der uns auch heute noch sehr geläufigen Hippie-Bewegung. Dem friedvollen Idealismus und Optimismus der Hippies stellten sich die Punks entgegen und setzten dabei auf offene Ablehnung der Gesellschaft und aller Konventionen. Der Slogan „No Future – keine Zukunft” war vor allen in der Zeit des Kalten Krieges sehr geläufig.

Die Entstehung der Punkbewegung hat auch in der Musik seine Spuren hinterlassen. Vor allem seine Entwicklung in der britischen Musikszene hat wesentlich dazu beigetragen, dass sich der Punk Anfang der 80er Jahre weltweit ausgebreitet hat.

Neben der Musik und der politischen Haltung hat sich seit den 80er Jahren auch ein typisches Erscheinungsbild unter den Punks herausgebildet. Klassisch sind z.B. auffällige Frisuren, wie der Irokesenschnitt. Auch knallbunt gefärbte Haare sind bei den Punks normal. Auch in der Kleidung wird die Ablehnung gegen das Konventionelle zum Ausdruck gebracht. Normale Alltagsgegenstände, wie z.B. Sicherheitsnadeln werden zweckentfremdet und an Kleidungsstücken oder als Schmuck oder Piercing verwendet. Lederjacken mit provokanten Parolen, zerrissene Kleidung, Netzhemden- oder Strümpfe, sowie Schnürstiefel gehören ebenfalls zum klassischen Erscheinungsbild. Neben der Kleidung „Marke Eigenbau“ haben sich in der Zeit des Internets mittlerweile aber auch viele Punk Shops etabliert. In so einem Punk Shop können sich die Fans dieser Bewegung und solche, die es werden wollen, mit allem Wichtigen eindecken. Vor allem für diejenigen, die sich nicht ganz mit dem „Do-it-yourself“-Gedanken in puncto Kleidung und Schmuck anfreunden können, bietet der Punk Shop im Internet eine ideale Anlaufstelle.