Zuchtperlen aus dem Süßwasser

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Eine Kette aus Zuchtperlen, ein Ring oder Anhänger sind ein beliebtes Geschenk. Schmuck mit Perlen ist stets zeitlos und elegant und kann mit vielen Kleidungsstücken und Accessoires kombiniert werden, weshalb auch fast jede Frau im Laufe ihres Lebens Perlenschmuck kaufen oder geschenkt bekommen wird. So sind vor allem die Zuchtperlen aufgrund ihrer unterschiedlichen Formen, Größen und Farben sehr beliebt. Süßwasser-Zuchtperlen sind im Handel in Größe von zwei bis acht Millimetern erhältlich, durchschnittlich weisen sie jedoch Größen von vier bis fünf Millimetern auf. In ganz seltenen Fällen gibt es auch Süßwasserperlen aus der Zucht, die größer als zehn Millimeter sind. Die Süßwasser-Perlenzucht gibt es bereits seit dem 13. Jahrhundert, besonders verbreitet wurden diese jedoch erst im Laufe des 20. Jahrhunderts, so hatte vor allem Japan von 1924 bis zur Mitte der 70er Jahre das Monopol in der Süßwasser-Perlenzucht über, besonders bekannt ist hier die Biwa-Perle gewesen. Aufgrund der Verschmutzung durch Fabriken am Biwasee wurde die Produktion jedoch immer geringer. So begann man Ende der 60er Jahre in China mit der Süßwasserperlenzucht, im Laufe der Zeit wiesen Zuchtperlen aus dem chinesischen Raum eine immer höhere Qualität auf und so gelten diese Perlen heute als besonders begehrenswert und China hat den größten Marktanteil auf diesem Gebiet zu verzeichnen. Um Zuchtperlen im Süßwasser zu produzieren, kommt meist die Muschel mit dem Namen „Hyriopsis schlegeli“ zur Anwendung. Sie stammt aus der Süßwassermuschelfamilie Unionide; ihr Äußeres verfügt über eine bräunliche Farbe, während das Innere glatt und eine helle, weiße Farbe aufweist. Eine solche Süßwassermuschel erlangt eine maximale Größe von 30 mal 20 Zentimetern, das Besondere an Zuchtperlen aus dem Süßwasser ist, dass diese keinen Kern aus Perlmutt – wie Perlen aus dem Salzwasser – haben. Allerdings gibt es hier eine Ausnahme, das ist die Zuchtperle, die größer als acht Millimeter ist. Zuchtperlen erhält man, indem die Muschel mit Gewebsteilen bestückt wird, nach etwa 1,5 Jahren erlangen die Perlen eine Größe von drei Millimetern, nach drei Jahren sieben Millimetern. Farblich gibt es folgende Töne: weißlich, cremefarben, orangerosa, champagner, verschiedene Braun und Lilatöne. Die Formen können von oval, über eier-, knopf- und tropfenförmig sein, auch kartoffelähnliche Gebilde sind möglich, selten sind perfekt runde Zuchtperlen.