Der Magdeburger Dom

Im Jahr 2009 feiert der Magdeburger Dom sein 800-jähriges Jubiläum. Aber eigentlich ist der Dom sogar noch viel älter.
 
Ursprünglich von Otto dem Großen als Doppelkirchenbau geplant, wurden viele Schätze und Heiligtümer nach Magdeburg gebracht. Um 950 begann er mit dem Bau einer dreischiffigen Basilika und einem weiteren Sakralbau, wahrscheinlich schon in weißer Voraussicht hier seine letzte Ruhe zu finden. Seine Gattin Edgitha oder auch Edith, Königin des Ostfrankenreiches, wurde bereits 946 nach ihrem Tod in dem St. Mauritiuskloster in Magdeburg beigesetzt, welches für die Errichtung des Doms weichen musste beziehungsweise zum Teil in den ottonischen Dom integriert wurde. In einem verheerende Feuer 1207 wurden große Teile Magdeburgs, darunter auch der Dom stark zerstört.
Bereits 1209 begann der Wiederaufbau des Doms, jedoch nicht als Rekonstruktion. Der amtierende Erzbischof Albrecht der 1. von Käfernburg entschied sich für eine gotische Kirche, da er in Frankreich studiert hatte und sehr angetan war von dieser Bauweise. Es wurden jedoch auch alte Säulen und Teile des zerstörten Doms verarbeitet, dies sind man unter anderem an dem immer noch stark spätrömisch geprägten Grundriss und dem untersten Geschoss. Je höher der Blick wandert, umso eher findet man früh- und hochgotische Einflüsse. Der neue Dom wurde auch höher gebaut als der alte ottonische Dom, allerdings gab es mehrjährige Unterbrechungen beim Bau und so konnte der Dom erst im Jahre 1520 fertig gestellt werden. Der Sage nach zu urteilen, hat ein Schäfer einen gefundenen Goldschatz 1240 an den Erzbischof von Magdeburg gespendet, welcher damit den Bau weiter vorantreiben konnte. Das zweite Obergeschoss wurde jedoch erst im 14. Jahrhundert errichtet und die Türme waren 1520 die letzten fertiggestellten Teile des Doms.