Mallorca hat einiges zu bieten

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Jeder, der etwas von der Insel "Mallorca" hört, verbindet dies gleich mit einem Saufgelage und einem Pulk von Touristen, die bloß daran interessiert sind, sich in die Sonne zu legen und am Ballermann zu feiern. Doch dies möchte Mallorca nun ändern. Es gibt tatsächlich auch noch Kunst und Kultur auf der spanischen Insel. Und es gibt in der Tat auch Touristen, die nur wegen so etwas hierher kommen. Hauptsächlich in Palma trifft man diesbezüglich viele Touristen.
 
Im Jahr 2007 feierte beispielsweise Miquel Barcélo in Palmas Kathedrale einen großen Erfolg, indem er damals seine "Wand aus Ton" darstellte und sich dies, dank des zusätzlichen Besuchs des spanischen Königspaars, zu einem regelrechten Thema in den Medien mauserte.
 
Der Tourismus ist, auch wenn viele noch mit Vorurteilen diesbezüglich behaftet sind, auf Mallorca inzwischen so vielschichtig, dass es vom "Qualitätstouristen" bis hin zum "Ballermann-Anhänger" reicht, wobei der erste Anteil eher zunimmt. Nicht umsonst sind Fünf-Sterne-Hotels innerhalb der letzten Jahre so gut besucht, wie nie. Auch was den Immobilienmarkt auf Mallorca angeht, hat sich einiges getan. Viele kommen her, weil sie mit einem Immobilienmakler Mallorca besichtigen wollen, auf der Suche nach einem neuen Heim, da sie das Flair und all die Schätze Mallorcas in ihrer eigenen Heimat vermissen.
 
Ein heißer Tipp ist nun auch schon seit einiger Zeit ein Thema: Wie schafft man niveauvollem Publikum eine gute Umgebung? Das "Riskal", welches im Jahr 2008 eröffnete, kann sich als solches Resort bezeichnen, wo qualitätsbewusste Touristen residieren. Der Komplex sammelte Kosten von 50 Millionen Euro beim Bau, verspricht jedoch für das besser gestellte Publik auch entsprechende Erwartungen. Verkleidet ist der Komplex als historisches Landhaus und lockt jede Menge Publikum an. Der Inhaber Juan Gelabert Martínez schaffte somit auch eine Grundlage für das in Mallorca ebenso brisante Thema der Arbeitslosigkeit, indem er 100 Arbeitsplätze schuf und das Riskal als eine Investition für die Zukunft ansieht. Auch kann das Riskal mit vielen Konferenzräumen für Tagungen aufwarten, die allesamt mit der neuesten Technik bestückt worden sind.
 
Auch wichtig ist den meisten die Belebung der alten Traditionen. Der Stil soll zwar gehoben sein, aber nach wie vor modern bleiben. Das sogenannte "Titanic Café" ist hier nur ein Beispiel, in dem eine Jazzkapelle für die nötige Romantik sorgt, im Ambiente einer Gartenlaube. Verschiedene Gallerien und auch in der alten Bibliothek findet man jede Menge Kunst fürs Auge.
 
Der Start ist natürlich nirgendwo wirklich einfach, was auch der Hotelmanager Martínez zugibt, allerdings braucht man für jedes neue Konzept auch ein gewisses Rückgrat, was definitiv im Familienbetrieb vorhanden ist. Wichtig ist nur, wie man seine Sache verkauft und auch, welches Publikum man anlocken möchte. Für jeden Touristen mit gutem Geschmack gibt es etwas im Riskal. Und dies ist nicht nur so dahin gesagt. Wer schon immer einen Kochkurs belegen wollte, oder womöglich an einer Folklore-Gruppe teilnehmen wollte, ist hier richtig. Die alten Schätze werden gewürdigt und hoch gelobt.
 
Allerdings sehen nicht alle den künstlerischen Fortschritt so positiv. Bezüglich seiner Teppich-Künste aus dem Orient ist beispielsweise Franz Sailer, seines Zeichens Österreicher und seit längerer Zeit Teppich-Händler auf Mallorca. Die meisten, die bei ihm einkaufen, sind Touristen, die aus Großbritannien, Deutschland und anderen Ländern kommen. Die Mallorquiner und Spanier sind eher nicht an seinen Waren interessiert, was ihn an deren Kunstgeschmack zweifeln lässt. Es bestünde großer Nachholbedarf, was Kunst und Kultur anginge, sagt er. Denn auch die Werke, die er für eine gewisse Zeit ausstellte, fanden keinen richtigen Anklang. Und das, obwohl hier Star-Künstler an der Arbeit waren.
 
Das Problem der zurückgebliebenen Kultur ist allerdings auch noch anderen Geschäftsleuten hier bekannt. Auch der Galerist Fran Reus ist nicht begeistert von der zum Teil zurückgebliebenen Kultur und des Geschmacks, der auf der Insel vorherrschend ist. So viele Künstler gäbe es auf der Insel, deren Werke gar nicht richtig wahrgenommen werden würden, da sich niemand so wirklich damit befasst oder es schätzt. Alleine aus diesen Gründen fördert er bekannte Gesichter in Spanien, um für ihre Künste zu werben. Er macht die Landesregierung und den Inselrat für diesen Vorgang verantwortlich und fordert sie dazu auf, etwas mehr für die Insel zu tun. Durch die derzeitige Wirtschaftskrise, die überall herrscht, sei die Kunst allerdings das Erste, dem man die Unterstützung entziehen würde, was der Gallerist auf der anderen Seite aber versteht. Immerhin ist es nach wie vor möglich, dass er Führungen durch seine Gallerien geben kann und somit Schülern und Touristen ermöglicht, sich Kunstwerke anzusehen.
 
Die Intention ist ganz unterschiedlich, was die Menschen auf Mallorca antreibt. Die Kunst könnte, trotz der derzeitigen Lage eine neue Zukunftsperspektive bieten. Neben den Ausstellungen und den Bemühungen der Menschen hat Mallorca nämlich von Natur aus schon einige schönen Höhepunkte, die man als kulturell ansehen kann: Alleine die Talayot-Dörfer, das Schloss Belver, welches sich in Palma befindet, oder die Landgüter, welche einst dem Erzherzog Ludwig Salvador gehörten und nicht oft zu besichtigen sind. Theoretisch könnte man so viel aus den besagten Schätzen machen, lediglich an der Kommunikation hapert es. Mallorca hat so viel zu bieten, was mit der Kunst zu tun hat.
 
Mallorca wird für viele als Quell der Inspiration gesehen. Und das zum Teil nur wegen der Schätze, welche die Insel zu bieten hat. Viele Künstler bekamen hier ihre Muse und konnten sich anhand dessen weiter in ihrer eigenen Kunst entfalten. Man nehme hier nur Chopin, der im Kloster von Valldemossa einige seiner bewegendsten Werke vertonte oder Thomas Bernhard, der seine Schreibkünste erst in Mallorca wirklich heranreifen lassen konnte, als Beispiel.
 
Mallorca ist im Prinzip ein Ort, an dem sämtliche Kunst und Kultur zusammenläuft. Ganz gleich, ob es sich um Musik, Kunst, Film oder Literatur handelt. Jeder schöpft in Mallorca andere Energien, die er selbst für sich in etwas Gutes verwandeln kann. Und um neue Kraft zu schöpfen, kommen immer mehr Menschen, die zunächst als Tourist kamen auf die Idee, endgültig nach Mallorca überzusiedeln, indem sie sich beispielsweise eine Mallorca Immobilie kaufen..