Die Rüstkammer des Dresdner Semper

Die Geschichte der Rüstkammer in Dresden und seiner Sammlung geht bis in das 15. Jahrhundert auf Albrecht den Berzten zurück. Er nutzt eine Kammer in seinem Residenzschloss um dort seinen Rüstungen und seinen Waffen einen Platz zu bieten. Erst Kurfürst August von Sachsen wandelte die Rüstkammer in ein privates Museeum um, in denen er die von ihm gekauften Rüstungen, Gewehre, zahlreiche andere Waffen und Kunstgegenstände zum Teil sogar auf Holzpferden präsentierte. Spätere Stücke von August dem Starken wurden dieser Sammlung hinzugefügt und 1832 erfolgte der Umzug vom Neuen Stall in den Zwinger. Dort blieb sie jedoch nicht lange und sie wurde ab 1877 wieder im Neuen Stall präsentiert. Im zweiten Weltkrieg wurden sie erst ausgelagert, um Kriegsverlust zu verhindern, später aber von der sowjetischen Trophäenkommision nach Leningrad gebracht. Im Jahre 1958 wurden die Sammlungen der Stücke wieder nach Dresden gesendet, wo sie seit '59 in der Rüstkammer im Ostflügel des Sempers ausgestellt werden. Im Jahr 2010 wurde auch eine spezielle Kammer, die Türckische Cammer, mit Exponaten alter osmanischer Kunst der Rüstkammer-Sammlung eingerichtet. Diese Kammer kann zu Recht als die älteste und beste Sammlung osmanischer Kunst außerhalb der Türkei angesehen werden. Besonders August der Starke hatte ein großes Faible für das osmanische Reich und veranstaltete sogar eigene Feste in einem großen osmanischen Dreimastzelt sowie Kamelen und Araberpferden.
Insgesamt kann man 600 Objekte alleine in der Türkischen Cammer. Die gesamte Sammlung der Rüstungskammer umfasst etwa 10.000 Kunstgegenstände. Wer als kleines Kind immer mal gerne wissen wollte, wie die Ritter gelebt haben, kann dies und vieles mehr in der Rüstungskammer in Dresden herausfinden.