Das Tor zu Brandenburg

Das Tor zu Brandenburg steht mitten im Zentrum von Berlin und ist das wichtigste Wahrzeichen der Stadt. Sehr viele und wichtige Ereignisse in der Geschichte Berlins, Europas und der Weltgeschichte des 20. Jahrhunderts sind mit dem Brandenburger Tor als Staats- und Stadtsymbol verbunden.
 
Das Brandenburger Tor, in Form eines römischen Triumphbogens, markierte den westlichen Stadtausgang. Das Tor hat zwei Baumeister und deshalb auch zwei Gesichter. Von Karl von Gontard stammt die eher zurückhaltende Stadtseite. Sein Schüler Georg Christian Unger übernahm die Feldseite, die den Römischen Konstantinsbogen zitiert.
 
1734 wurde die Zollmauer der Stadt Berlin als Vorgänger des Brandenburger Tores fertig gestellt. Mit dem Abriss der Zollmauer in den 1860er Jahren wurden auch fast alle anderen Stadttore abgerissen. Das Brandenburger Tor ist das einzige heute noch bestehende.
 
1793 wurde dem Brandenburger Tor die Siegesgöttin Nike -bzw. Viktoria- aufgesetzt, welche bei der Berliner Schlacht stark beschädigt wurde. Am 21. September 1956 wurde vom Oberhaupt der Stadt Berlin beschlossen, das einzige erhaltene ehemalige Stadttor wieder aufzubauen. Trotz anhaltenden Konflikten, die von gegenseitigen Vorwürfen geprägt waren, arbeiteten beide Teile Berlins bei der Rekonstruktion zusammen.
 
Die Ostberliner Stadtverordnetenversammlung ließ vor dem Wiederaufstellen der Quadriga das Eiserne Kreuz und den Adler entfernen, weil sie diese als Symbole des preußischen Militarismus ansahen.
 
Mit dem Bau der Berliner Mauer stand das Brandenburger Tor genau im Sperrgebiet und konnte von beiden Seiten her nicht mehr genutzt werden. Zur Wende wurde das Tor zu Brandenburg unter dem Jubel von rund 100.000 Menschen wieder eröffnet. 1989/90 in der Silvesternacht wurde die Quadriga wieder beschädigt, vor allem aber zeigten sich die Versäumnisse der letzten 28 Jahre. Eine erneute Restaurierung war unumgänglich, bei dieser erhielt sie auch das eiserne Kreuz zurück. Da auch das Tor selber durch Umwelteinflüsse stark angegriffen war, insbesondere der empfindliche Sandstein, musste auch dies restauriert werden. Es wurde erst am 3.10.2002 wieder eröffnet.