Absinth, das grüne Wunder

Es kommt nicht von ungefähr, das Absinth mit der grünen Fee gleichgesetzt wird. Absinth ist ein Wermutgetränk, welches aus, wie der Name bereits sagt, Wermut, dazu aber noch Anis und Fenchel hergestellt wird. Diese drei Zutaten machen den typischen Geschmack des Absinthes aus. Es können aber noch andere Kräuter wie Zitronenmelisse, Muskat, Ysop oder Wacholder zugegeben werden. Die typische grüne Farbe des Getränkes wird durch das Chlorophyll der Kräuter hervorgerufen. Absinth wird traditionell so getrunken, dass eine kleine Menge des grünen Alkohols in ein Kristallglas gegeben wird, darüber wird ein Löffel mit etwas Zucker gegeben, über den wiederum etwas kaltes Wasser gegossen wird, was den Zucker zum Auflösen bringt und ihn in den Absinth laufen lässt. Dadurch wird der Absinth milchig trüb und steht zum Verzehr bereit. Der Absinth enthält ein ätherisches Öl, Thujon, welches leider dazu beigetragen hat, dass der Absinth so in Verruf gekommen ist. Ihm wurde es Ende des 19. Jahrhunderts zugeschieben, Abhängigkeit, zerrüttete Geisteszustände und körperliche Deformationen hervorzurufen. Heute weiß man allerdings, dass dies eher an den konsumierten Mengen und dem verwendenden schlechten Alkohol lag. Dennoch hat die Europäische Union, um alle Eventualitäten auszuschließen, den Thujongehalt in alkoholischen Getränken auf maximal 35 mg/kg festgelegt, kann er doch in höheren Dosen Verwirrtheit und epileptische Anfälle auslösen.