Aufbau der Theodolite Laser

Betrachtet man sich einen Theodolite Laser, so ist das komplexe Gerät auf einem Stativ montiert. Der Unterbau eines solchen Lasers wird als Limbus bezeichnet. Er trägt Horizontalkreis und die vertikale Achse, die auch als Stehachse bezeichnet wird. Zum Oberbau gehören zwei Stützen, eine horizontale Neige- bzw. Kippachse und das Zielfernrohr sowie die Kreisablesung und der Vertikalkreis. Im Fernrohr ist ein Strichkreuz in Form einer Strichplatte in die Optik eingearbeitet. Dadurch lässt sich die Zielachse klar definieren. Ferner gibt es noch eine Innenlinse für die Schärfe. Eine Grundplatte trägt den Unterbau, wobei diese Platte am Stativ mittels drei Fußschrauben eingerichtet werden kann. Die Libelle dient dabei der horizontalen Ausrichtung. Wird das Instrument entsprechend ausgerichtet, so erfolgt eine Zentrierung genau über dem Messpunkt. Dann muss die Herzschraube des Stativs fest angezogen werden, damit sich nichts mehr verstellen kann. Entsprechend der Einsatzzwecke und der Messgenauigkeit unterscheidet man zwischen Bautheodliten, Präzisions- oder Sekundentheodoliten und Universalinstrumenten (Astrogeodäsie). Bei der Messung mit einem Theodolite Laser in der Vermessungstechnik muss man große Sorgfalt walten lassen. Es kann schnell passieren, dass das Fernrohr nicht vertikal zur Kippachse ausgerichtet wurde. Auch die Kippachse muss zur Stehachse vertikel korrekt eingestellt werden. Weitere Fehler liegen in einem falschen Höhenindex, weil die Nullmarke und der Zenit nicht übereinstimmen. Außerdem können noch Kreisteilungsfehler bei der Skalenteilung auftreten, wenn sie auf den Teilkreisen vom Ideal abweichen. Wiederholte Messungen vermindern in solchen Fällen die Fehlerhäufigkeit. Fehler, die sich nicht so ohne weiteres vermeiden lassen, liegen im richtigen Aufstellen oder in der nicht ordnungsgemäßen Bedienung der Theodolite Laser. So muss die Stehachse parallel zur Schwerkraftrichtung verlaufen, Libellen und andere Messinstrumente müssen ordentlich justiert werden. So muss die Steh- zur Libellenachse im rechten Winkel stehen. Ebenso verhält sich dies mit der Ziel- und der Kippachse. Wiederum müssen Kipp- und Stehachse rechtwinklig zueinander angeordnet sein. Im Idealfall schneiden sich die drei Achsen in einem Punkt.