Beliebte Mühle

Viele Brettspiele, zahlreiche Klassiker. Das Brettspiel Mühle ist vermutlich das älteste seiner Art und wird bereits seit der Bronzezeit gespielt. Auch die alten Chinesen spielten vor mehr als 2.000 Jahren bereits Mühle. Im 19. Jahrhundert hat das Mühlespiel allerdings Konkurrenz bekommen von dem heute fast populäreren Schach. Mühle und Schach sind Taktikspiele, die ihren Spielern einiges an Konzentration abverlangen. Jeder Spielzug will genau kalkuliert werden.
Das Mühlespiel setzt sich aus einer Setzphase, Zugphase und Endphase zusammen. In der Setzphase bekommt jeder der beiden Spieler eine Farbe zugeteilt (zur Auswahl stehen Schwarz und Weiß) und kann seine neun Steine abwechselnd mit dem Gegner auf die Knotenpunkte des Spielbrettes setzen. Wenn alle Steine gesetzt sind, beginn die Zugphase. In der Zugphase des Mühlespiels können die eigenen Steine jeweils bis zum nächsten Knotenpunkt geschoben werden. Immer wenn eine Mühle, bestehend aus drei senkrechten oder waagerechten Steinen zuschnappt, darf dem gegnerischen Spieler ein Stein weg genommen werden. Gegnerische Steine, die sich innerhalb einer Mühle befinden, darf man dabei allerdings nicht antasten. Das Spiel dauert in der Zugphase so lange, bis ein Spieler bewegungsunfähig ist oder nur noch drei Steine einer Farbe übrig sind. Dann darf der Spieler mit den drei Steinen in der Endphase beliebig auf die Knotenpunkte des Spielbrettes springen.  Verliert der Spieler einen seiner drei letzten Steine, hat er verloren. Mühle erfordert eine gute Taktik und kann sich auch über mehrere Stunden erstrecken, wenn zwei echte Profis gegeneinander antreten, die sich gegenseitig keinen Spielzug schenken und stets versuchen, den Gegner aus zu tricksen.