Köln wird smart

 

Die Stadt Köln hat sich für 2012 auf die Flagge geschrieben „Smart City Cologne“ zu werden und hat dafür ein integriertes Klimaschutzkonzept ausgearbeitet. Der Stadtrat investiert 1,36 Millionen Euro in diverse Umbauten dem Klima zuliebe.
Angefangen mit LED-Straßenbeleuchtung und einer Zapfsäule für Elektroautos soll im „Klima-Veedel“ zukünftig die Umwelt weniger belastet werden. Wo dieses umweltschonende Viertel in Köln entstehen soll, ist allerdings noch nicht ganz klar. Eine erste Maßnahme, die die Stadt schon hinter sich hat, ist der Neueinbau von Smartmetern in 30.000 Kölner Haushalten. Diese Messgeräte erfassen Strom- , Gas- , Wasser- und Wärmeverbrauch des Nutzers. Im 15 Minutentakt kann man den Verbrauch im Internet nachsehen und somit seinen Verbrauch optimieren.
Auch die städtischen Gebäude selbst tragen zum besseren Klima bei und verordnen nicht nur den Bürgern Strom zu sparen, berichtet der Kleinanzeiger Köln. Die Erhöhung des eigenen Stromanteils als Ökostrom zu beziehen steht auf der Agenda. Außerdem möchte man weniger Autos in der Innenstadt haben und will den Fahrradgebrauch unterstützen.
Klimaschutz in Köln hat also größere Ausmaße angenommen, als man das vor ein paar Jahren noch gedacht hat. Nachdem Hamburg im vergangenen Jahr Umwelthauptstadt Europas war und auch andere Städte viel für ein grünes Image tun, scheint sich in Deutschland also ein Umdenken einzustellen. Strom sparen und ökologisch bewusst leben ist in, das lässt man sich im gewissen Maße auch gerne mal ein bisschen mehr kosten.
Unter anderem die Deutsche Bahn AG baut in Deutschland großflächig ein Carsharing-System auf. In vielen Großstädten kann man sich über das Internet oder per Anruf ein Auto reservieren und dann problemlos von A nach B fahren. Man hat keine laufenden Kosten wie Versicherung oder Steuern. Man zahlt einen Stunden- und einen Kilometerpreis und ist somit preislich und physisch mobil.
Deutschland, weiter so. Nur das, was die Städte und Gemeinden freiwillig unternehmen, wird der Umwelt dauerhaft etwas bringen. Unterschriebene Verträge und Strafen fordern die kapitalistischen Unternehmen geradezu auf durch finanzielle Mittel und Geschick die Forderungen zu umgehen. Wenn man sich aus eigenen Stücken dazu verpflichtet umweltbewusst zu handeln, ist das unbezahlbar.