Kraftakt mit Lächeln

Es gibt sehr viele anstrengende Berufe und viele davon gehen auch an die körperliche Substanz, doch bei den wenigsten davon muss man auch noch Lächeln und freundlich sein. Ein Bauarbeiter darf laut fluchen, wenn er schwere Säcke, Kisten oder Steine durch die Gegend schleppen muss – daran stört sich niemand. Nicht fluchen und schimpfen dürfen jedoch die Wiesn-Mädels, die täglich mehrere Maß Bier durch die Gegend tragen. Der Job in einem Festzelt in München auf dem Oktoberfest ist ein Knochenjob und nicht jeder kann diesen Beruf auch ausüben. Wenn man ein Kellner oder eine Kellnerin auf dem Oktoberfest werden möchte, muss man vor allem sehr viel Ausdauer und Belastbarkeit besitzen, denn man arbeitet dort bis zu 16 Stunden täglich. Natürlich lockt viele der Verdienst, denn eine solch harte Arbeit wird auch sehr gut entlohnt und manch einer verdient in diesen knapp drei Wochen Oktoberfest mehr als in einem kompletten oder gar zwei kompletten Monaten in seinem herkömmlichen Beruf. Ein Job auf den Wiesn ist natürlich auch heiß begehrt. Viele Menschen möchten sich dort etwas dazu verdienen und Teil des riesigen Spektakels sein, welches jährlich in München veranstaltet wird. Diejenigen die von auswärts kommen, wohnen relativ günstig allerdings ist es für die Kellner Pflicht, die geeignete Kleidung zu haben. Diese Mode müssen sie sich selber kaufen und das natürlich vor ihrem Dienstantritt. Nichts desto trotz kehren viele Kellner Jahr für Jahr wieder, weil sie ihre Aufgabe lieben. Sie nehmen die schmerzenden Füße gern in Kauf denn sie wissen, dass es sich lohnt und sie freuen sich darauf, alte Kollegen und Stammgäste auf dem Oktoberfest wieder zu sehen.