Nachwachsenden Rohstoffen steht eine große Zukunft bevor

Es gab diverse Anläufe von nachwachsenden Rohstoffen den großen Durchbruch zu schaffen. In den 80er Jahren wurden große Hoffnungen auf die Faserpflanze Flachs gesetzt. Als die Benzinspreise anstiegen, stiegen parallel dazu die Anbauflächen für Raps an, der verarbeitet zu Rapsmethylester an der Tankstelle landete. In den 90er Jahren erstritten Landwirte vor Gericht das Recht Hanf anbauen zu dürfen. Nachwachsende Rohstoffe und ihr Potential kommen immer wieder dann auf die Tagesordnung, wenn die Rohstoffpreise ansteigen. Dann wird fieberhaft nach Ersatzstoffen gefahndet und es werden Anwendungsmöglichkeiten für die nachwachsenden Rohstoffe gesucht und auch gefunden. Im Zuge dieser Forschungsanstrengungen werden dann immer auch erfolgreiche Anwendungsmöglichkeiten gefunden, die auch dann Bestand haben, wenn die Rohstoffpreise wieder fallen und das Interesse am Ausbau der nachwachsenden Rohstoffe wieder erlahmt.
Ein weiterer Zwang zum Ausbau von Biorohstoffen ist der Klimawandel. Will man diesen erfolgreich verzögern, ist die Einsparung von CO2 ein gebotenes Ziel. Hierbei können nachwachsende Rohstoffe helfen, weil diese im Laufe ihres Wachstums viel CO2 binden können. Nachwachsende Rohstoffe können auf zwei verschiedene Arten und Weisen genutzt werden: energetisch und stofflich. Darin unterscheiden sie sich überhaupt nicht von vielen anderen konventionellen Rohstoffen. Aber egal wie man sie nutzt, es wird in beiden Fällen der Atmosphäre kein zusätzliches CO2 hinzugefügt.