Pfefferspray zur Abwehr

Pfefferspray ist ein Reizstoff, der gegen Menschen und Tiere eingesetzt werden kann. Meist wird der Reizstoff mit einem Sprühgerät auf das Ziel gerichtet. Der Wirkstoff ist Oleoresin Capsicum und wird häufig als Verteidigungswaffe mitgeführt. In Kanada und in den USA wird es hauptsächlich als Bärenabwehrmittel verwendet.
Hergestellt wird das Spray aus dem Fruchtfleisch der Chili-Pflanze und hat somit mit Pfeffer nichts zu tun.
Pfefferspray wirkt unmittelbar, nachdem es versprüht wurde. In den Augen ruft es eine Schwellung der Schleimhäute hervor, sodass der Getroffene für einige Minuten die Augen schließen muss.
Gelangt das Pfefferspray auf die Haut, brennen die getroffenen Stellen und erzeugen einen unerträglichen Juckreiz. Atmet man das Spray ein, wird ein starker Hustenreiz erzeugt und es kann zu Atemnot kommen.
Das Spray verursacht in der Regel keine anhaltenden Beschwerden, ist aber wunderbar zum Abschrecken von Angreifern geeignet.
Gefährlich kann das Spray allerdings für Asthmatiker werden. In seltenen Fällen führte der Kontakt mit dem Reizstoff zum Tod.
Auch beim Polizeieinsatz spielt Oleoresin Capsicum mittlerweile eine wichtige Rolle. Dieser Wirkstoff hat weitgehend das CS-Gas ersetzt. Polizisten setzen unter anderem auch Pfefferspraygeschosse ein. Diese platzen beim Auftreffen und bringen den Gegner mit dem Reizstoff in Kontakt. Auf diese Weise kann der Gegner auf sanfte Weise außer Gefecht gesetzt werden. In Deutschland ist das Spray ab einem Alter von 14 Jahren zugelassen. In vielen anderen europäischen Ländern gelten Pfeffersprays als illegal und der Besitz ist strafbar. Aber auch in Deutschland ist der Reizstoff für Privatpersonen ausschließlich als Abwehr gegen Übergriffe erlaubt. Ein anderer Verwendungszweck ist gegen das Gesetz.