Seebestattung

Über 60 % der Bürger in der Bundesrepublik Deutschland entscheiden sich für eine herkömmliche Bestattung in der heimischen Erde. Es gibt aber auch alternative Bestattungsarten oder Formen. So gibt es noch die Feuerbestattung oder die Seebestattung. Früher wurden nur die auf See verstorbenen Seeleute auf dem Meer beerdigt. Dies geschah ganz einfach, indem man sie in ein Tuch einnähte, beschwerte und dem Meer übergab. Die Seebestattungen, die in der heutigen Zeit vorgenommen werden, ähneln mehr der Feuerbestattung. Auch bei der Seebestattung müssen rechtliche Voraussetzungen erfüllt werden. Formal muss auch eine Ausnahmegenehmigung vom Friedhofszwang vorliegen, die von der Ordnungsbehörde erteilt wird.

Der Rahmen kann frei gewählt werden. So kann die Seebestattung völlig anonym, oder aber im Kreis der Familie und sonstigen Angehörigen stattfinden. Möglich ist eine Zeremonie der Bestattung mit allen klassischen Ritualen. Um eine Seebestattung bezahlen zu können, sollte man eine Sterbegeldversicherung oder eine Risikolebensversicherung abschließen. Nach der Zeremonie wird die Urne, die aus einem unbedenklichen ökologischen Stoff besteht, der See oder dem Meer übergeben. Teil des Rituals ist auch das Hinterherwerfen von Blumen und ein Kreisfahren des Schiffes um die Stelle, wo die Urne versunken ist. Auf einer Seekarte wird dann anschließend für die Familie und Angehörigen der Zeitpunkt der Beisetzung und der Längengrad und Breitengrad verzeichnet. So hat die Familie ein unvergessliches Erinnerungsstück für diesen Trauertag.