Wenn es zwischen Arbeitnehmer und -geber mal nicht so rund läuft

Das Verhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer ist häufig angespannt. Nicht zuletzt auch weil jeder Mensch unterschiedlich ist und auch andere Auffassungen vertritt. Führt dies jedoch zu einem Konflikt zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer, so kann das Beschäftigungsverhältnis nachhaltig negativ belastet werden. Jedoch sollten sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber ihre Rechte kennen und diese respektieren und einhalten.
 
Das deutsche Arbeitsrecht ist sehr kompliziert, kann aber auf eine lange Geschichte zurückblicken und regelt auch andere Teilbereiche der Beschäftigung. Während in anderen Ländern das Recht oft auf Präzedenzfällen beruht, ist das Arbeitsrecht in Deutschland durch allgemeine Gesetz geregelt. Neben den Regelungen innerhalb des Unternehmens wie Betriebsvereinbarungen und Tarifverträge sowie den deutschen Gesetzen und Verordnungen gehören auch Richtlinien und Verordnungen der Europäischen Union, welche Stück für Stück in nationales Recht umgewandelt werden sollen, zum Arbeitsrecht und regeln zusammen das Arbeitsverhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Durch diese Regelungen und Gesetz sollen vor allem die Rechte und Pflichten auf beiden Seiten klar geregelt werden, damit annehmbare Bedingungen für beide Vertragspartner vorliegen. Die Regelungen zum Urlaub, zur Beschäftigungszeit oder auch zum Ersatz von entstandenen Aufwandskosten sind klar gefasst, genauso wie die Pflichten des Arbeitnehmers.
Das Arbeitsrecht gilt vor allem zum Schutz des Arbeitnehmers, welcher zum Beispiel zusätzlich die Möglichkeit hat über eine Gewerkschaft einen speziellen Tarifvertrag zu verlangen oder mehr Mitbestimmung im Unternehmen durch einen Aufsichtsrat zu fordern. Zwar gibt es auch hier Grenzen und Ausnahmefälle die speziell gerichtlich oder außergerichtlich zu regeln sind, jedoch sind die meisten Probleme bereits gesetzliche geregelt und bieten kaum Interpretationsspielraum, auch weil viele ähnliche Fälle bereits vor Gerichten verhandelt wurden.