Behindertensport

Behindertensport fristete in Deutschland über viele Jahre ein Schattendasein. Erst in letzter Zeit ändert sich dies, zunehmend werden nun auch im Fernsehen Veranstaltungen dieser Art übertragen. Auch der Begriff „Paralympics“ ist inzwischen vielen Deutschen geläufig. Damit sind die eigens für Behinderte gestalteten Olympischen Spiele gemeint, die seit 1992 mit den jeweiligen Olympischen Sommerspielen zusammen ausgetragen werden.
Im Übrigen gibt es nicht nur die Paralympischen Spiele für körperlich Behinderte, sondern auch ähnliche Veranstaltungen für geistig Behinderte – genannt „Special Olympics“ – sowie für Gehörlose mit dem Namen „Deaflympics“.
Doch es muss nicht die ganz große internationale Ebene sein. Auch im Kleinen fängt der Behindertensport endlich an, sich durchzusetzen und seinen festen Platz in der Gesellschaft zu finden. Großen Anteil an dieser Entwicklung hat der Deutsche Behindertensportverband (DBS) mit seinen 17 Landesbehindertensportverbänden. Innerhalb dieses Dachverbandes gibt es nochmals zahlreiche Organisationen für ganz bestimmte Behindertengruppen, wie zum Beispiel der Deutsche Rollstuhl-Sportverband.
Die Palette an Sportarten für Behinderte ist inzwischen riesengroß, vom Blindenfußball bis hin zu Rollstuhlkarate findet hier sicherlich jeder Behinderte die für ihn passende Sportart. Der Sport an sich ist dabei oft nur ein Mittel zum Zweck, er dient beispielsweise dazu, sich endlich einmal mit Gleichgesinnten austauschen zu können, eben Menschen, die einen wirklich verstehen und die eigenen Probleme daher viel besser nachvollziehen können als andere.
Des Weiteren hilft Behindertensport, das Selbstbewusstsein und die eigene Wahrnehmung des Körpers zu steigern, und kann so positive Effekte auf das ganze Leben des Behinderten haben. Die Erfolge zeigen schließlich, dass auch Behinderte durchaus zu körperlichen und geistigen Höchstleistungen fähig sind.