Private Krankenversicherung mit Mitgliederzuwächsen

Das Ende der dreijährigen Wartefrist hat den privaten Krankenversicherern im abgelaufenen Jahr zahlreiche neue Mitglieder beschert. Damit konnten die PKV Anbieter noch einmal ein deutliches Wachstum generieren. Das Ende der dreijährigen Wartefrist wurde zuvor von zahlreichen Branchenkennern und insbesondere von den gesetzlichen Krankenkassen mit Sorgen betrachtet. Denn hierbei vermuteten die Kritiker der neuen Regelung, dass aufgrund der gelockerten Zugangsberechtigung in die Krankenvollversicherung, viele gutverdienende gesetzlich Versicherte die GKV verlassen würden. Das Ende der Solidargemeinschaft wurde hierbei befürchtet und der Untergang der gesetzlichen Kassen. Und mit der Pleite der City BKK im Frühling, sahen sich viele Kritiker bestätigt.

Aktuelle Situation Gesundheitsversorgung
Tatsächlich sind zahlreiche Mitglieder von der GKV in die PKV gewechselt. Umso überraschender war die Nachricht der gesetzlichen Kassen hinsichtlich eines Überschusses von 3,8 Milliarden Euro nach bereits drei Quartalen. Nun scheint es so auszusehen, als stünde die gesetzliche Krankenkasse so gut da wie lange nicht mehr. Demgegenüber hatten viele private Anbieter mit zahlreichen Problemen zu kämpfen. Ein dringendes Problem war beispielsweise die ständige Kritik hinsichtlich der Billigtarife. Diesbezüglich hatten eine Reihe von Versicherern reagiert und diese abgeschafft. Zusätzlich gab es auch vermehrt säumige Beitragszahler, so dass einige Anbieter auf relevante Beitragszahlungen verzichten mussten. Hinzu kommen steigende Kosten in der Gesundheitsversorgung, wodurch wiederum die Beiträge für die Privatversicherten weiter steigen und die PKV an Attraktivität verliert.
Weitere Informationen gibt es beim Arbeitskreis Krankenversicherungen.